23. Februar 2019 – Die Lebendige Bibliothek in Berlin-Treptow

Am 23. Februar 2019 waren wir eingeladen, im Jugendkunst- und Begegnungszentrum Gérard Philipe eine Lebendige Bibliothek zu veranstalten.

Besonders gefreut haben wir uns über die zahlreichen interessierten und offenen Kinder und Jugendlichen unter unseren Leser*innen. Sie wurden von unseren „Lebendigen Lesebegleiterinnen“ durch die Veranstaltung begleitet und konnten wie alle unsere Besucher*innen an diesem Nachmittag zwei HIV-Positive, eine Rollstuhlfahrerin, einen ehemaligen Obdachlosen, eine Frau mit Kopftuch, eine transsexuelle Frau, die Mutter eines transsexuellen Jugendlichen und einen Polizisten als Lebendige Bücher zum Gespräch über Vorurteile und alles, was sie sonst interessierte, ausleihen.

Der Andrang war so groß, dass unsere Lebendigen Bücher nahezu durchgängig zu Gesprächen ausgeliehen waren. Sehr gefreut haben wir uns auch über die Reaktionen unserer Besucher*innen. Die Kinder, die nach den Gesprächen wieder mit den „Lebendigen Lesebegleiterinnen“ zusammensaßen, äußerten sich ausgesprochen beeindruckt und mitfühlend. Die Gespräche hätten sie sehr zum Nachdenken gebracht, und sie hoben hervor, wie toll sie es fanden, Fragen auf ihre Antworten zu bekommen und Menschen direkt kennenzulernen, die ihnen in ihrem Alltag eher nicht begegnen.

Andere Leser*innen hinterließen uns auch schriftlich ihr Feedback:

Gespräche über heikle Themen machen Spaß

Es hat mir sehr sehr sehr gut gefallen.

Bin froh, dass ich hier sein durfte!

Man kann so sein, wie man möchte.

Tolle Atmosphäre/viel Input/wertvolle Begegnungen – Danke 🙂

Man soll nicht urteilen, wenn man die Geschichte nicht kennt.

Macht mal mehr sowas.

Herzlichen Dank an unsere großartigen Lebendigen Bücher und Lebendigen Bibliothekar*innen für ihr Engagement, an Tim Schmidt für die wundervollen Fotos, an unsere tollen großen und kleinen Leser*innen für ihr Interesse und ihre Begeisterung und an Luisa Brune für ihre Unterstützung.

„Flucht aus Syrien“ – Projekttage für Grundschulen

Am 3. und 4. Dezember 2018 waren wir auf Einladung der Neuköllner Hermann-Sander-Schule für zwei volle Schultage in einer 5. Klasse zu Gast. Thema war „Flucht aus Syrien“, da sich Vorurteile gegenüber syrischen Kindern aus geflüchteten Familien gezeigt hatten. Den Wünschen der Schule entsprechend entwickelten wir hierfür die Projekttage „Flucht aus Syrien“, bei denen wie bei allen Projekten des Lebendige Bibliothek e. V. direkte Begegnungen im Mittelpunkt standen, um Empathie und Verständnis zu fördern und Wissen zu vermitteln. Hierzu hatten wir unterschiedliche Expert*innen eingeladen.

Zu den Fragen „Was ist eigentlich Krieg?“, „Was heißt es, in einem Kriegsgebiet zu sein?“ und „Warum fliehen Menschen?“ hatten wir Stefan Lehmeier vom International Rescue Committee (IRC) Deutschland zu Gast. Herr Lehmeier, der selbst in verschiedenen Kriegsgebieten für die humanitäre Hilfsorganisation IRC im Einsatz war, beantwortete eindrücklich die vielen Fragen der Schüler*innen und erklärte auf kindgerechte Weise, dass das Bild, das beispielsweise Filme oder Computerspiele vom Krieg zeichnen, nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat. Es gebe keine Helden, nur Menschen, denen schlimme Dinge widerfahren, und Menschen, die sich dafür schämen, was sie getan
haben. Auch Dinge, die für uns selbstverständlich sind, wie dass die Polizei dafür sorgt, dass Gesetze eingehalten werden, existieren im Krieg nicht mehr.

Der anschließend geplante Besuch eines geflüchteten Syrers musste leider verschoben werden, da sowohl von diesem als auch den Ersatzpersonen kurzfristige Absagen kamen. Zur Frage „Wie sieht eine Flucht aus?“ kamen daher an dieser Stelle in Form von zwei Filmen junge Männer mit ihren Erfahrungen zu Wort. Über deren Erlebnisse wurde mit den Schüler*innen gesprochen und ein syrisches Kind, das die Klasse besucht, ergänzte die Berichte durch seine eigenen Erfahrungen. Die Mädchen und Jungen zeigten sich sehr mitfühlend und beeindruckt von den Erlebnisberichten und sammelten für das zukünftige Gespräch mit einem/einer syrischen Geflüchteten ihre Fragen.

Was Kriegserlebnisse mit einem Menschen machen und was Traumata sind, erklärte Mihaela Savin vom an der Charité angesiedelten Projekt TransVer den Schüler*innen kindgerecht. Gemeinsam mit Frau Savin überlegten die Kinder außerdem, was man tun kann, wenn es einem selbst oder jemand anderem nicht gut geht. Zudem leitete Frau Savin die Kinder zu einer Übung an, die sowohl traumatisierten Menschen helfen kann, als auch gesunden Kindern gut tut: die „Reise zu meinem sicheren Ort“.

Zu Beginn des zweiten Projekttages besuchte der Integrationsbeauftragte von Neukölln Jens Rockstedt die Klasse. Da im Vorfeld aufgefallen war, dass die Anfeindungen, mit denen syrischen Kindern begegnet wurde, oft einen Kern hatten, der das Thema Neid und Ungleichbehandlung betraf, war Herr Rockstedt zu Gast, um den Kindern u. a. zu erklären, wonach sich die Verteilung von staatlicher finanzieller Unterstützung richtet und dass die Herkunft eines Menschen dabei keine Rolle spielt. Wie alle unsere Gäste stellte auch er sich allen Fragen, die die Kinder hatten.

Schließlich besuchten die Kinder die Gemeinschaftsunterkunft in der Karl-Marx-Straße 269, um zu sehen, wie man eigentlich in einer Unter-
kunft für Geflüchtete lebt. Auf Einladung des Unterkunftsbetreibers TAMAJA besuchten wir die derzeit ungenutzte Unterkunft für
Geflüchtete. Die Kinder wurden über das Gelände geführt, konnten sich die Ausstattungen der Wohnungen und Gemeinschaftsräume ansehen, bekamen gezeigt, was die Bewohner*innen als Erstausstattung geliehen bekommen und konnten den Sozialarbeiter*innen Fragen zum Leben in der Unterkunft stellen.

Im Laufes des gesamten Projektes sollten die Schüler*innen überprüfen, ob Ihre Vorkenntnisse und ggf. Vorurteile über Syrer*innen stimmen oder nicht. Dazu wurden zu Beginn alle Äußerungen der Kinder gesammelt, im Laufe der Projekttage ergänzt und nach jedem Veranstaltungsteil wieder
angesehen und besprochen: Stimmt das, was wir zu wissen meinen?
Daneben begleitete ein Videoprojekt die Kinder durch die Projekttage: Nach jedem Programmpunkt konnten sich einige Kinder freiwillig melden, um sich zu dem neu Erfahrenen vor einer Kamera auszutauschen. Zudem waren die einzelnen Programmpunkte in Informationsteile, Vor- und Nachbesprechungen sowie in Zeit für Spiel, Bewegung und Ausruhen eingebettet.

Wir danken von Herzen unseren Kooperationspartner*innen wahlweise e.V. und der AWO-Schulstation Atlantis für die gute Zusammenarbeit, unseren wunderbaren Gästen Stefan Lehmeier (International Rescue Committee (IRC) Deutschland), Mihaela Savin (TransVer, Charité) und Jens Rockstedt (Integrationsbeauftragter von Neukölln) für ihren Besuch, der Gemeinschaftsunterkunft Karl-Marx-Straße 269 und TAMAJA für ihre Gastfreundschaft, der Hermann-Sander-Schule für die Einladung und den Schüler*innen der Klasse 5a für ihr Interesse und ihre Beteiligung!

Die Lebendige Bibliothek auf dem CrossKultur-Festival 2018

Am 29. November 2018 waren wir mit der Lebendigen Bibliothek im Rahmen des CrossKultur-Festivals in der Bezirkszentralbibliothek Berlin-Tempelhof zu Gast.

Wie sieht das Leben eines Obdachlosen aus? Was erlebt man, wenn man in Berlin ein Kopftuch trägt? Wie ist es eigentlich, wenn man fast nichts sieht? Wie lebt man mit HIV? Als Analphabet? Im Rollstuhl und mit Depressionen? Und wie ist es eigentlich, transsexuell zu sein? Oder ein transsexuelles Kind zu haben? Diese und viele weitere Fragen stellten unsere Leser*innen an diesem Nachmittag unseren Lebendigen Büchern in insgesamt 44 Gesprächen.

Wir freuen uns über unsere begeisterten Besucher*innen:

Ich möchte mehr auf solche Veranstaltungen gehen, mich trauen und wieder glücklich rausgehen. Ich habe viel gelernt.
Toll, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, ohne Vorbehalte, neugierig sein zu dürfen.
Ein Hoch auf EUCH. Bin sehr froh, das Konzept erlebt zu haben.
Leben pur!!!!
Vielen Dank an alle! Für den tollen Empfang, die Offenheit der Bücher und diesen für mich einfachen Zugang zu allen Menschen. Die Atmosphäre habt ihr für mich geschaffen.
Herzlichen Dank an unsere wunderbaren Lebendigen Bücher und Lebendigen Bibliothekar*innen für ihren Einsatz und ihr Engagement, an unsere tollen Leser*innen für ihr Interesse und an Nadja Gragert-Klier, Michael Ruhnke und Dr. Boryano Rickum von der Stadtbibliothek Tempelhof-Schöneberg für die großartige Zusammenarbeit.

11. Oktober 2018 – Zu Gast in Berlin-Schöneweide

Anlässlich der 12. Berliner Woche der seelischen Gesundheit wurden wir vom GEBEWO-Brückeladen und dem Zentrum für Demokratie eingeladen, mit der Lebendigen Bibliothek einen Beitrag zu leisten. Unter dem Titel „Begegnung von Mensch zu Mensch – Aktionstage zum Thema Diskriminierung und obdach- und wohnungslosen sowie anderen Menschen“ nahmen wir mit einer kleinen Lebendigen Bibliothek teil, in der man natürlich auch ein Lebendiges Buch zum Thema Obdachlosigkeit ausleihen konnte. Darüber hinaus konnte man auch einer Rollstuhlfahrerin, einer Drag Queen und einer sehbeeinträchtigten Frau alle Fragen stellen, die einen interessieren.

Über unser Programm hinaus, Gespräche mit Menschen anzubieten, die persönlich von Vorurteilen, Diskriminierung und sozialer Ausgrenzung betroffen sind, konnte man bei dieser Lebendigen Bibliothek auch einer Streetworkerin Fragen zu ihrer Arbeit stellen.

Lebendige Bibliothek am 11. Oktober 2018; Foto: Claudia Max

Sehr gefreut haben wir uns auch über ein brandneues Lebendiges Buch, das sich spontan zur Teilnahme und dem „Ausgeliehen werden“ bereit erklärte: So konnten unsere Besucher_innen auch einen Polizisten alles fragen, was sie wollten.

Wir freuen uns sehr über das rege Interesse und die positiven Rückmeldungen unserer Besucher_innen:

Tolle Idee, ermöglicht die Begegnung in der Menschlichkeit und baut Brücken für Begegnungen zwischen Menschen, die im Alltag meist nebeneinander leben.
Vielen Dank für die tolle Veranstaltung und eure Offenheit und Geschichten, die ihr erzählt hattet.

Wir wiederum danken unseren freundlichen und interessierten Leser_innen an diesem Nachmittag und allen Lebendigen Büchern aufs Herzlichste für ihren unermüdlichen und tollen Einsatz. Liebsten Dank auch an Julia Antwi (Brückeladen) und ihren Kolleginnen für den warmen Empfang und die Gastfreundschaft und an Claudia Max (Zentrum für Demokratie) für ihre Mithilfe.

27. September 2018 – Die Lebendige Bibliothek in Berlin-Tegel

Eine depressive Frau im Rollstuhl, ein HIV-Positiver, ein lernender Analphabet, ein ehemaliger Obdachloser, eine blinde Frau und ein geflüchteter Syrer: Aus diesen Lebendigen Büchern konnten die Besucher_innen unser Lebendigen Bibliothek am 27.09.2018 in Berlin-Tegel ihre Gesprächspartner_innen wählen. Unser Angebot, mit diskriminierten Menschen Gespräche zu führen, in denen erst einmal alle Fragen erlaubt sind, wurde von einem bunt gemischten Publikum genutzt, so dass wir sowohl Schülerinnen als auch Seniorinnen zu unseren Gästen zählten.

Die Resonanz war erneut sehr erfreulich:

Hinschauen, hinhören, staunen und wundern!

Emotionale, bewegende Gespräche!

Jeder ist perfekt, so wie er ist!

Danke für die interessanten Einblicke in andere Leben!

Weitermachen, weitermachen, weitermachen!

Herzlichen Dank an unsere tollen Besucher_innen und an unsere ehrenamtlichen Bibliothekar_innen  sowie unsere phantastischen Lebendigen Bücher für ihr Engagement und die Möglichkeit, Lebendige Bibliotheken überhaupt zu realisieren.

Gründungsfeier des Vereins „Lebendige Bibliothek e.V.“

Am 1. Juli 2018 feierten wir mit ehemaligen und jetzigen Lebendigen Büchern, Unterstützer_innen, Nachbar_innen, Freund_innen, Interessierten und unserem Organisationsteam die Gründung unseres Vereins „Lebendige Bibliothek e.V.“, mit welchem wir unser Angebot zukünftig häufiger und in neuen Formaten durchführen möchten.

Nach Erlebnisberichten einiger unserer Lebendigen Bücher und einer Leserin sang Drag Queen Gaby Tupper Lieder über Bücher, Akten und Wunder und brachte den Saal zum Tanzen.

Für knapp drei Stunden fand auch eine Lebendige Bibliothek statt, in der neben einer Rollstuhlfahrerin und einer Drag Queen auch Lebendige Bücher zu den Themen Obdachlosigkeit, Selbstverletzung, Funktionaler Analphabetismus, Sehbehinderung und HIV fast konstant ausgeliehen waren. Insgesamt wurden 40 Gespräche geführt.

Wir danken allen Lebendigen Büchern, Ehrenamtlichen und unseren entzückenden Gästen für den schönen Nachmittag. Ganz herzlichen Dank gebührt darüber hinaus dem Nachbarschaftshaus Friedenau für seine Gastfreundschaft.

 

Die Lebendige Bibliothek zu Gast bei „48 Stunden Neukölln“

Am 23. Juni 2018 öffnete die Lebendige Bibliothek auf Einladung der Helene-Nathan-Bibliothek und im Rahmen des Festivals „48 Stunden Neukölln“ ihre Pforten. Wir konnten Leser_innen vom Grundschul- bis ins Rentenalter begrüßen, die zeitweise so zahlreich erschienen, dass wir unsere „Lebendigen Bücher“ weit im Voraus vormerken mussten.

Besonders gefreut haben wir uns über eine Leserin, die allein für den Besuch der Lebendigen Bibliothek die Anreise aus Heidelberg auf sich genommen hat:

Ich bin extra aus dem beschaulichen Baden-Württemberg für die Lebendige Bibliothek hergefahren, habe für euch das Bahnticket gekauft, um an lebendigen Geschichten und Menschen teilzuhaben. Es ist so bereichernd, mit anderen ins Gespräch zu kommen, zuzuhören und aus dem Schubladendenken herauszukommen.

Der Bibliothekskatalog an diesem Nachmittag reichte von den Themen Flucht aus Syrien, Leben im Rollstuhl, Obdachlosigkeit sowie Selbstverletzung und Depressionen bis hin zu einer Drag Queen und einer Sehbehinderten. Mit diesen Lebendigen Büchern führten unsere Leser_innen angeregte Gespräche über ihr Leben generell sowie über ihre Diskriminierungserfahrungen und zeigten sich sehr beeindruckt:

Ich finde die Lebendige Bibliothek super, es würde wirklich viel in der Gesellschaft beitragen und verändern, wenn es mehr Menschen ausprobieren würden. Super Idee – bin begeistert!

Es ist so bereichernd mit anderen ins Gespräch zu kommen, zuzuhören und aus dem Schubladendenken herauszukommen.

Hinter jedem Gesicht steckt eine große Geschichte und man sollte NIE über jemanden urteilen.

Ich lerne mich immer wieder selbst kennen, bin manchmal auch etwas geschockt von mir selbst. Ich darf noch so viele Jahre lernen, verändern, Vorurteile zerschlagen. Ich bin dabei!

Neben dem regen Interesse der Festivalbesucher_innen freuten wir uns auch über den Besuch der Neuköllner Stadträtin für Bildung, Schule, Kultur und Sport, Frau Karin Korte, die sich selbst auch Lebendige Bücher auslieh und kleine Aufmerksamkeiten an die Lebendigen Bücher verteilte.

Wir danken unseren tollen und inspirierenden Leser_innen an diesem Nachmittag sowie Frau Korte für ihren Besuch, allen Lebendigen Büchern und Lebendigen Bibliothekar_innen für ihren Einsatz und ihr Engagement und der Helene-Nathan-Bibliothek und ganz besonders Frau Fuchs für den schönen Nachmittag und die Herzlichkeit.

7. März 2018 – Die Lebendige Bibliothek in Hennigsdorf

Anlässlich der Brandenburgischen Frauenwoche veranstalteten wir in der Stadtbibliothek Hennigsdorf eine umfangreiche Lebendige Bibliothek.

Am Vormittag begrüßten wir insgesamt knapp 50 Schüler_innen aus den 9. und 10. Klassen drei Hennigsdorfer Schulen. Sie konnten in kleinen Gruppen Gespräche mit Lebendigen Büchern zu den Themen Sehbeeinträchtigung und Blindheit, Obdachlosigkeit, HIV und bipolare Störung führen. Daneben stellten sich eine Jüdin, eine Rollstuhlfahrerin und eine Drag Queen für Gespräche zur Verfügung.

Bibliothekskatalog vom Vormittag

Am Nachmittag fand die Lebendige Bibliothek für alle interessierte Besucher_innen statt. Zusätzlich zu den Lebendigen Büchern, die bereits am Vormittag ausgeliehen werden konnten, gab es einen syrischen Geflüchteten, eine asexuelle Frau, einen Juden und eine Kauf-, Spiel-, Medien- und Internetsüchtige mit einer deutlich sichtbaren Hauterkrankung (Lupus, SLE).

Bibliothekskatalog vom Nachmittag

Insgesamt wurden im Laufe des Tages ca. 90 Gespräche mit den Lebendigen Büchern geführt.

Das Feedback der Besucher_innen war erneut durchweg positiv, die Schüler_innen äußerten unter anderem:

Es war sehr befreiend, sich mit den Personen auszutauschen.
Ich fand es gut, dass man so offen miteinander reden konnte.
Die Veranstaltung war gut, um mehr Verständnis zu entwickeln.
Man soll Menschen nicht nach ihrem Aussehen beurteilen.
Das Leben von Menschen mit Besonderheiten ziemlich ist gleich wie unseres.
Man sollte sich nicht auf Vorurteile über gewisse Personen konzentrieren.
Manche Menschen sind gar nicht so, wie ich gedacht hätte.
Besonders gefreut hat uns, dass viele Schüler_innen gerne länger geblieben wären.
Herzlichen Dank an alle Lebendigen Büchern und Lebendigen Bibliothekar_innen für ihren Einsatz und ihr Engagement, an alle Besucher_innen für ihr Interesse und an Kerstin Gröbe von der Hennigsdorfer Stadtverwaltung sowie Katja Wolf von der Hennigsdorfer Stadtbibliothek für die tolle Zusammenarbeit.

1. Dezember 2017 – Hermann-Sander-Schule

Die Lehrer_innen, Erzieher_innen und Sozialarbeiter_innen der Neuköllner Hermann-Sander-Schule waren am Abend des 1. Dezember 2017 zu einer eigenen Lebendigen Bibliothek eingeladen. Ehe die Weihnachtsfeier der Grundschule begann, gab es die Gelegenheit in Kleingruppen mit den Lebendigen Büchern ins Gespräch zu kommen.

An diesem Abend konnten Lebendige Bücher zu den Themen Leben im Rollstuhl, Bipolare Störung, Flucht aus Syrien, Obdachlosigkeit, Queer und Trans*, funktionaler Analphabetismus und Leben mit Burka und Kopftuch ausgeliehen werden.

Bibliothekskatalog für den 1. Dezember 2017

Allen Lebendigen Büchern danken wir ganz herzlich für ihren Einsatz, allen Nutzer_innen für ihr Interesse und wahlweise e.V. für die gute Zusammenarbeit.

18. Oktober 2017 – Die Lebendige Bibliothek in der Oranienburger Waldschule

Im Rahmen der Projekttage zum Thema Kinderrechte war unser Lebendiges Buch Rollstuhlfahrerin in die Waldschule in Oranienburg eingeladen.

In der Projektgruppe zum Thema „Rechte von behinderten Kindern“ konnten 14 Grundschüler_innen verschiedener Klassenstufen sie zunächst in einem Gesprächskreis alles fragen, was sie interessierte, und sich mit der Barrierefreiheit ihrer eigenen Schule auseinandersetzen.

Danach ging es mit geliehenen Rollstühlen in die Stadt, um zu erleben, wie man sich in einem Rollstuhl fortbewegt und auf welche Barrieren man auf der Straße stößt. Darüber hinaus wurde auch ausprobiert, wie man in einem Rollstuhl in einem Supermarkt einkauft.

Diese praktischen Erfahrungen führten zu vielen neuen Fragen, die das Lebendige Buch während des Ausflugs beantworten konnte.

Wir danken der Waldschule in Oranienburg und allen Schüler_innen für ihr Interesse und die Einladung und unserem Lebendigen Buch Rollstuhlfahrerin für ihren Einsatz.